Das gute alte Basteln ist etwas in den Hintergrund geraten. Der PC und der Fernseher verdrängen die Bastelschere und das Strickliesel. Da ist es erfreulich, dass es Schulformen mit Projekten wie Schulgarten und Nähstunde gibt. Dort erfahren die Kinder zum Beispiel, wie man ein Beet anlegt. Sie verfolgen, wie eine Pflanze sich entwickelt und zwar von dem Zeitpunkt an, wo der Samen in den Boden kommt, bis man das Gemüse ernten kann. Man lernt nützliche Dinge, wie Knöpfe annähen oder einen Schal stricken. Den meisten Kindern bereitet es Freude, wenn sie sehen, dass sie mit ihren eigenen Händen etwas schaffen. Alte Handwerkskunst, wie Filzen feiert in letzter Zeit nicht nur auf Mittelaltermärkten sein Comeback. Die Bewegungen fördern zudem die Motorik und diese hat wiederum Auswirkungen auf andere Entwicklungsbereiche, wie die Sprache und Kognition. Töpfern ist ein weiteres Beispiel für alte Handwerkskunst und wird nicht nur von Kindern gerne ausprobiert.
Handfertigung vs. Massenproduktion, das zeigt sich oft nur noch auf Märkten und in speziellen Geschäften. In den meisten Betrieben kann man es sich aus betriebswirtschaftlicher Sicht längst nicht mehr leisten, teure Handarbeit zu bezahlen. Zwar sind handgearbeitet Produkte meist etwas teurer, dafür aber wirklich vom Menschen gemacht und man hat länger Freude daran, da sie robuster und langlebiger sind. Doch das zählt in einer Wegwerfgesellschaft eher weniger. Handgefertigte Einzelstücke lassen sich daran erkennen, dass sie mit Liebe zum Detail verziert sind. Sie sind mit weitaus größerer Sorgfalt gearbeitet, als dies eine Maschine in Massenfertigung je könnte. Natürlich lässt es sich nicht leugnen, dass der technische Fortschritt auch Erleichterung brachte. Es gibt eben immer zwei Seiten bei einer Medaille.
Bei der Handarbeit geht es mehr um die Qualität, als darum, eine möglichst große Menge zu schaffen. Genau das ist auch das Anliegen dieses Verzeichnisses, das eine interessante, handverlesene Übersicht an Empfehlungen bieten möchte.

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